Erläuterungen

Herzlichen Dank für Ihr weiteres Interesse !

Wir gehen davon aus, dass Sie sich zunächst das Video auf der Startseite angesehen haben.


Klingt unglaublich was dort dargestellt wird, oder ? Ist jedoch leider tatsächlich so. In Deutschland stellt jede volljährige und zurechnungsfähige Person rechtlich betrachtet, eine „selbständige“ Person dar. Auch eine Eheschliessung oder eine eingetragene Lebensgemeinschaft ändert daran nichts.

Dies bedeutet, dass z.B. Ihr Ehepartner oder auch Ihre (volljährigen) Kinder für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind Ihren Willen zu äußern (durch Krankheit, Unfall etc.) NICHT automatisch für Sie und in Ihrem Namen handeln können. Sie sind somit NICHT vertretungsberechtigt !


Was sind die Folgen ?

- Das Familiengericht bestimmt eine fremde Person mit der Betreuung des Betroffenen

- Sie können Ihren Ehepartner/Partner oder Elternteil in Notsituationen, z.B. im Krankenhaus, nicht vertreten und somit den Willen des Betroffenen nicht durchsetzen

- Sie verlieren, z.B. den Zugriff auf ein gemeinsames Bankkonto, auf Versicherungsleistungen wie Auszahlungen von Unfall-Versicherungen, Rentenzahlungen, Tagegelder etc.

- Sie dürfen nicht über den Aufenthaltsort des Betroffenen bestimmen (Pflege zu Hause, im Krankenhaus, im Hospiz etc. - je nach eigentlichem Wunsch des Betroffenen)

- und viele andere, gravierende Auswirkungen, die wir Ihnen gern auch persönlich erläutern.


Warum ist das so ?

Leider gab es in der Vergangenheit immer wieder Fälle wie den folgenden:

Ein 45 jähriger Mann verunglückt mit seinem Wagen auf einer Bundesstrasse und wird dabei so schwer verletzt, dass er im Koma liegt. Er ist somit nicht mehr in der Lage seinen Willen zu äußern, Rechtsgeschäfte zu tätigen (z.B. Bankgeschäfte) etc.

Die Ehefrau bemächtigte sich damals kurz nach dem Unfallgeschehen sämtlichen Eigentums des Ehepaars und setzte sich nach Süd-Amerika ab. Alle Folgekosten der Pflege, der Betreuung etc. mussten über Sozialleistungen finanziert werden.

Dies will der Staat natürlich verhindern - deshalb der fremde, vom Gericht beauftragte Betreuer !


Wie lassen sich die o.g. Folgen verhindern ?

Erteilen Sie die notwendigen Vollmachten zu Gunsten mehrerer Personen (mit Nennung der Reihenfolge). Wählen Sie Personen Ihres Vertrauens, von denen Sie überzeugt sind, dass sie Ihren in den Vollmachten definierten Willen am besten um- und durchsetzen werden.


Was ist zu beachten ?

Die Erteilung der folgenden Vollmachten sollte unbedingt:

- in der richtigen formalen Form erfolgen

- bei der Bundesnotarkammer hinterlegt werden

- unbedingt jährlich aktualisiert werden


Dies sind die wichtigsten Vollmachten

- Juristen empfehlen Privatpersonen ab 18 Jahren eine Gesamtvollmacht mit Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. Mit der Vorsorgevollmacht legitimieren Sie weiterhin eine andere Person, für Sie entscheiden und handeln zu können, wenn Sie nicht in der Lage dazu sind. Hier regeln Sie die Erlaubnisse zum Beispiel für Finanzen, Gesundheit, Behörden, Post- und Fernmeldethemen inklusive digitaler Welt. Die Vorsorgevollmacht verhindert die gerichtliche Betreuung, wenn eine Person durch Krankheit oder Unfall zeitweise oder dauerhaft nicht mehr einwilligungsfähig ist. Mit einer Gesamtvollmacht bleiben Sie auch dann selbstbestimmt.


Verbindliche Wünsche zu medizinischen Themen

In einer Patientenverfügung legen Sie Ihre Wünsche zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Wiederbelebung und konkreten medizinischen Behandlungen und Maßnahmen fest. An die medizinischen Festlegungen müssen sich Ärzte gesetzlich halten. Das Bundesjustizministerium empfiehlt, die Patientenverfügung alle 12 Monate zu prüfen, ggf. zu ändern und neu zu unterschreiben. Entwicklungen im medizinischen Fortschritt wie auch zahlreiche Änderungen im Patientenrecht machen die Patientenverfügung zu einem „lebendigen Produkt“. Im Rahmen des JURA DIREKT Service (siehe auch im Menu: die Lösung) werden Änderungen und Aktualitäten automatisch erledigt.


- In einer Betreuungsverfügung können Sie verhindern, dass ein fremder Betreuer bestellt wird. Weiterhin legen Sie unter anderem Wünsche zu Aufenthalt, Art der Betreuung, Kontakt zu Angehörigen und Lebensgewohnheiten fest.


Für Unternehmer und Selbstständige

Selbstständige und Unternehmer haben besondere Herausforderungen, wenn sie durch Unfall oder Krankheit nicht mehr selbstbestimmt handeln können. Oft leidet dann das Geschäft. Rechnungen können nicht bezahlt, Aufträge nicht bearbeitet, Außenstände nicht eingetrieben werden. Das kann bei Freiberuflern und Selbstständigen bis zur Insolvenz gehen.

Auch Gesellschafter können im Fall der Fälle ihre Anteile in Gesellschafterversammlungen nicht nach Wunsch vertreten lassen. Das macht ohne Vollmacht ein vom Gericht eingesetzter Betreuer. Die Lösung ist eine Unternehmervollmacht. Ein von Ihnen bestimmter Bevollmächtigter kann im Unternehmen agieren und Ihre Gesellschafteranteile vertreten, wenn Sie nicht in der Lage dazu sind.


Für junge Familien

Familien mit Kindern unter 18 Jahren empfehlen Juristen zur Gesamtvollmacht eine Sorgerechtsverfügung fertigen zu lassen. Damit verhindern Sie, dass der Staat sich um die Kinder kümmert, wenn beide Elternteile ganz oder zeitweise ausfallen. In der Sorgerechtsverfügung bestimmen Sie die Personen, bei denen die Kinder dann leben sollen und die sich um Erziehung und ggf. Vermögensverwaltung der Kinder (Erbe) kümmern dürfen. Die Legitimation für Erziehung und Vermögen kann auch getrennt werden.


Das klingt kompliziert - wie erledige ich all das ?

Bitte klicken Sie hier und wir führen Sie zur Seite „Die Lösung“ in der wir Ihnen gern eine umkomplizierte und kostengünstige Lösung über unseren Kooperationsppartner Jura Direkt GmbH zeigen werden.


Wir hoffen unsere Angaben sind interessant und informativ für Sie. Bitte zögern Sie nicht uns bei Fragen oder Wünschen zu kontaktieren. Klicken Sie dazu bitte hier.




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